Nicht-Denken
DE · EN
Ein einzelner, in dunkler Tusche gemalter Pinselstrich formt eine weiche, fast meditative Spirale auf hellem Papier. Die Linie beginnt außen kräftig und voller Energie, wird dann nach innen hin schmaler und ruhiger, bis sie in einem sanft abgerundeten Ende ausläuft. Die Textur wirkt lebendig – mal dicht und satt, mal leicht verwischt, als würde der Pinsel beim Ziehen Atem holen. Die gesamte Form vermittelt einen Eindruck von Einkehr und innerer Bewegung: ein stiller Sog nach innen, der an Gedanken erinnert, die sich einrollen, beruhigen und schließlich verstummen.

- Ausgang im Ausgang -

Gedanken reden
mit sich.
Ein Labyrinth.
Du mittendrin.

Gleiches für anders.
Eine Flöte, die Schlange.
Hier kein Gestern.
Vergessen. Egal.

Irrweg ohne Erkenntnis.
Anfang folgt Ende.
Zurück, ja –
aber hinaus?

Suchst du
oder es dich heim?
Im Kern.
Wohin?

Leben und Tod.
Freilich.
Wann nicht?
Willst du das?

Flötenspiel.
Keine Pause.
Kein Faden.
Oh, Theseus.

Wo ist es,
dein Monster?
In dir –
vielleicht?

Ein Mythos,
keine Flöte.
Eine Schlange,
verwirrt von sich.