Bewusst-Sein

Ungeteilt

Bewusst-Sein

Bewusstsein ist nicht etwas, das erst erreicht werden müsste.
Es ist schon bei sich.
Schon Wissen vom Erleben.
Schon nicht außen.

Deshalb ist die Rede von „Ebenen des Bewusstseins“ irreführend.
Sie klingt wie: Ebenen dessen, was immer schon da ist.
Und das ist logisch unerquicklich.

Was sinnvoll unterschieden werden kann, sind nicht Ebenen des Bewusstseins selbst, sondern:

  • Inhalte des Erlebens
  • Modi des Erlebens
  • Grade der Aufmerksamkeit

Aber Bewusstsein selbst lässt sich nicht staffeln, ohne es zu verfehlen.

Bewusstsein ist subjektiv – oder genauer: subjekt-objektiv –,
aber nicht objektivierbar.
Es gehört nicht zu den Dingen, die vorkommen.

Es gibt alles – außer Bewusstsein.

Das heißt:
Alles, was es gibt, erscheint.
Bewusstsein ist nicht das, was erscheint,
sondern das, worin Erscheinen möglich ist.

Noch klarer:
Es ist kein Etwas,
sondern ohne was kein Etwas erscheinen könnte.

Das ist kein Mystizismus.
Es ist transzendentaler Minimalismus.

Bewusstsein ist nicht Teil der Welt.
Es steht nicht im Inventar dessen, was es gibt.

Bewusstsein ist nicht das, was es gibt.
Es ist das, ohne das es nichts gäbe, was es gibt.

Das Ego ist kein Ding.
Das Ich ist keine Instanz unter anderen, sondern eine Bedingung.
Freiheit ist nicht verloren, weil sie nie im Inventar war.
Non-Dualität ist kein Ziel, sondern natürliches Erscheinen.

Bewusstsein ist keine Realität.
Es ist die Bedingung von Realität.
Ungeteilt, ohne Level.